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Kunzewitsch über wachsende Rolle regionaler Medien für die Bildung der Informationsagenda

Gesellschaft 11.12.2019 | 17:33

GRODNO, 11. Dezember (BelTA) – Regionale Medien spielen bei der Gestaltung der aktuellen Informationsagenda eine immer stärkere Rolle. Diese Meinung äußerte Vizeleiter der Verwaltung des Präsidenten Andrej Kunzewitsch während des Workshops zum Thema „Regionale Medien im Zeitalter der Digitalisierung: Neue Formate und Wettbewerbsfähigkeit auf dem Medienmarkt“ in Grodno.

Die regionalen Massenmedien in Grodno entwickeln sich dynamisch. Die Zeitungen haben ein modernes Layout. Die Webseiten werden auf einer qualitativ höheren Ebene gestaltet, sie werden inhaltlich interessanter. Die Medienmacher greifen aktiv zu neuen Arbeitsformen.

„Heute nimmt die Rolle der regionalen Medien bei der Gestaltung der Informationsagenda zu. Die wichtigste Funktion der regionalen Presse bleibt die mediale Artikulation von Problemen sowie die Unterstützung der lokalen Behörden bei der Schaffung eines wirksamen Mechanismus für das Feedback der Menschen zu Brennthemen“, sagte Andrej Kunzewitsch. Er betonte auch die Rolle der regionalen Presse bei der Berichterstattung über das Leben des Landes, wichtige Ereignisse und Entscheidungen im jeweiligen Bezirk oder Kleinstadt.

Gleichzeitig sollten die Medien vor allem neue Kommunikationsfelder erschließen und dort präsent sein – Messenger, soziale Netzwerke usw. Es ist wichtig, ein eigenes Diskussionsfeld zu schaffen und das Publikum in den Diskussionsprozess einzubeziehen. „Man muss kreative Ansätze und Geschäftsmodelle konsequent und intensiv umformatieren, um der neuen Medienrealität Rechnung zu tragen“, sagte Andrej Kunzewitsch. Dabei sei es auch die Aufgabe der Medien, ihre Nutzer gegen Fake News immun zu machen oder auch die sog. Informationshygiene zu betreiben.

Andrej Kunzewitsch sprach das Problem der Personalpolitik in den Regionalmedien an. Ohne junge Fachkräfte werde es künftig nicht möglich sein, vorrangige Aufgaben der Medien zu bewältigen, nämlich die Stärkung der Web-Präsenz, die Anwerbung neuer Nutzer in sozialen Netzwerken, die Gewinnung der jungen Generation. Darüber hinaus ist es geplant, für die nächsten Jahre eine systematische Schulung für regionale Journalisten zu organisieren, damit sie ihr Wissensniveau und ihre praktischen Fähigkeiten verbesserten.

Zum Workshop in Grodno kamen stellvertretende Vorsitzende der Stadt- und Kreisvorstände, Leiter der staatlichen regionalen Massenmedien, Leiter der Abteilungen für ideologische Arbeit und Jugendfragen in Kreisexekutivkomitees sowie Experten auf dem Gebiet der Kommunikation zusammen. Der Workshop ist sehr praxisorientiert. Die regionalen Massenmedien wurden bereits früher einer Analyse unterzogen. Jetzt werden konkrete Ratschläge für eine bessere Arbeit der Medien erarbeitet.

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