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GUS-Kulturrat tagt in Duschanbe: Kulturelle Zusammenarbeit steht zur Diskussion

Gesellschaft 17.09.2019 | 15:04

MINSK, 17. September (BelTA) – Der GUS-Rat für kulturelle Zusammenarbeit wird am 18.-19. September zu einer Sitzung in Duschanbe zusammenkommen. Das teilte ein Pressesprecher des GUS-Exekutivkomitees gegenüber BelTA mit.

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung stehen 15 Fragen, darunter der Bericht über die staatliche Kulturpolitik Tadschikistans und das Projekt für Hauptveranstaltungen innerhalb der GUS im Bereich der Kultur bis 2025. Das Projekt umfasst über 100 internationale und nationale Aktionen und Vorhaben. Einige davon beziehen sich auf die Erhaltung und Nutzung des historisch-kulturellen Erbes, auf die Museumsarbeit und Bibliothekswesen, auf das Theaterwesen und Konzertauftritte, bildende Kunst, Verlagswesen und Information, Musik- und Filmkunst.

Die Ratsmitglieder werden die Ergebnisse des GUS-Kulturjahres zusammenfassen und die Teilnahme der GUS-Staaten an Veranstaltungen im GUS-Jahr des Buches auswerten. Es findet eine Abstimmung über die Termine für die mobile Bücherausstellung moderner Autoren „Gemeinsam lesen – einander erkennen“ statt.

Geplant sind Gespräche über die museale Zusammenarbeit und über die Vorbereitungen zum 75. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. Viel Aufmerksamkeit wird dem Projekt des Siegesmuseums „Territorium des Sieges“ gewidmet – es startete 2017 in Russland und zielt auf die Schaffung eines gemeinsamen musealen Raumes im Bereich Militärgeschichte, auf die Kontinuität von Generationen und patriotische Jugenderziehung ab. Am Projekt nehmen Gebiets-, Stadt- Schulmuseen und private Einrichtungen teil.

Im November 2018 hat das Siegesmuseum im Rahmen des 7. Kulturforums in Sankt Petersburg mehrere Kooperations- und Partnerschaftsabkommen mit führenden GUS-Museen unterzeichnet, unter anderem mit dem Belarussischen staatlichen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges und der Gedenkstätte „Brester Heldenfestung.“ Im August 2019 hat sich die Erinnerungsstätte „Chatyn“dem Projekt angeschlossen.

Weitere Diskussionsthemen der anstehenden Ratssitzung sind: Umsetzung des zwischenstaatlichen Programms „GUS-Kulturhauptstädte“, GUS-weite Zusammenarbeit im Bereich Musik- und Theaterwesen, Hochschulbildung im Bereich der Filmkunst.

Usbekistan initiiert im Vorfeld der Ratssitzung die Schaffung eines virtuellen Museums für das Kulturerbe der GUS-Staaten. Mit diesem Projekt kann die Öffentlichkeit auf das Kulturerbe der GUS und auf die Geschichte dieser Staaten aufmerksam gemacht werden. Außerdem soll damit auch ein breiterer Zugang zu den historischen Dokumenten und Material gewährleistet werden. Das Museum soll in diesem Sinne das materielle und immaterielle Erbe der GUS-Staaten auf einer einheitlichen Internet-Plattform präsentieren.

Darüber hinaus werden die Mitglieder des Rates Fragen im Zusammenhang mit der internationalen Ausstellung Art Expo, der Förderung des kulturellen Erbes im Informationsraum, den Delphischen Jugendspielen der GUS-Staaten und dem Jugendkulturforum erörtern.

Der GUS-Rat für kulturelle Zusammenarbeit wurde 1995 gegründet mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der Länder im humanitären und kulturellen Bereich zu fördern, einen gemeinsamen humanitären Raum zu schaffen, die geistigen und moralischen Grundlagen der Gesellschaft zu stärken, nach neuen Formen und Mechanismen der Zusammenarbeit zu suchen, etwa in Form von Foren, Konferenzen, Theater-, Musik- und Filmfestivals. Der Rat beschäftigt sich mit der Entwicklung von Entwürfen für multilaterale internationale Verträge und integrierte Programme. Der Rat setzt sich aus Kulturministern aller elf GUS-Länder zusammen.

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