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Gesellschaft
23 Juni 2024, 17:24

"Das wird die Polen hart treffen." Abgeordneter über Polens Erklärungen, die Grenze zu Belarus vollständig zu schließen

MINSK, 23. Juni (BelTA) - Diese Entscheidung wird die Polen hart treffen. So kommentierte Oleg Gaidukewitsch, Abgeordneter der Repräsentantenkammer und Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei von Belarus, die Erklärung des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski, dass die polnischen Behörden die Möglichkeit erwägen, die letzten beiden funktionierenden Grenzübergänge an der Grenze zu Belarus zu schließen.

"Polen trifft vor allem seine eigenen Bürger. Sie haben bereits den grenzüberschreitenden polnischen Handel zerstört. Sie haben bereits den Reisekomfort beeinträchtigt. Und um die Wahrheit zu verschleiern, um die Situation zu verschlimmern und um die Probleme in Polen jemand anderem in die Schuhe zu schieben, aber nicht sich selbst, treffen sie solche Entscheidungen", sagte Oleg Gaidukewitsch. - Wir sollten die Menschen menschlich behandeln. Die Menschen sollten Gräber und Verwandte besuchen. Das war immer so, das war normal. Und das Wichtigste: Als diese Entscheidung getroffen wurde, haben sie gesagt: Wir haben Angst vor einer Bedrohung durch Belarus. Aber es gibt keine Bedrohung. Es gibt keine Bedrohung aus Belarus, es hat nie eine gegeben und es wird nie eine geben. Das ist die Hauptlüge aller Entscheidungen der polnischen Behörden, einschließlich der Stationierung eines so großen Militärkontingents, von Ausrüstung und Armee. Die Mehrheit der Polen will Frieden. Jeder weiß sehr gut, dass die Belarussen niemanden angreifen werden. Und als wir die Visafreiheit eingeführt haben, sind Tausende von Polen gekommen und haben gesehen, dass es keine Probleme gibt, dass Belarus ein friedliches Land ist", sagte er.

Seiner Meinung nach wird diese Entscheidung nichts an der Situation der Migration ändern.

"Es ist notwendig, die Ursache zu beseitigen. Als Polen noch gute Beziehungen zu Belarus hatte, als wir die Arbeit an der Grenze für sie erledigten, hatten sie keine Probleme mit Migranten.  Außerdem wurden in Europa Dutzende von Strafverfahren eingeleitet, unter anderem gegen polnische Beamte, die selbst Visa verkauft und Migrationsströme organisiert und damit Millionen verdient haben. Das ist die Wahrheit", betonte der Abgeordnete. - Die Wurzel des Problems liegt also darin, dass die polnischen Behörden Beziehungen zu uns aufbauen sollten. Diese PR-Entscheidung (die Schließung der letzten Grenzübergänge - Anm. v. BelTA) wird kein Problem lösen. Sie wird alles nur noch schlimmer machen und unsere Beziehungen weiter verschlechtern. Deshalb wird es den polnischen Bürgern nichts Gutes bringen. Und die Belarussen wollen keine Verschlechterung der Beziehungen. Wir haben immer für einen Dialog auf Augenhöhe plädiert und setzen uns dafür ein.
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