Vollversion

Belarus will Treibhausgasemissionen um mindestens 35% bis 2030 reduzieren

Gesellschaft 11.12.2019 | 17:11
Andrej Chudyk. Foto: Ministerium für Naturressourcen und Umweltschutz
Andrej Chudyk. Foto: Ministerium für Naturressourcen und Umweltschutz

MINSK, 11. Dezember (BelTA) – Belarus will zum Jahr 2030 Treibhausgasemissionen um mindestens 35% gegenüber 1990 reduzieren. Das erklärte der belarussische Minister für Naturressourcen und Umweltschutz, Andrej Chudyk, auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die am 2./13. Dezember in Madrid (Spanien) stattfindet. Das gab der Pressedienst des Ministeriums für Naturressourcen und Umweltschutz der Nachrichtenagentur BelTA bekannt.

Andrej Chudyk betonte die Treue der Republik zur nachhaltigen Entwicklung, die ohne Lösung dieses Problems des Klimawandels unmöglich ist. Diese Themen werden vom Staatschef und von der Regierung auf eine gesonderte Tagesordnung gesetzt. „Belarus versteht die zweifellose Bedeutung des Klimaschutzes und will seine nationalen Verpflichtungen erhöhen und Treibhausgasemissionen bis 2030 um nicht weniger als 35 Prozent gegenüber 1990 senken, und zwar ausschließlich auf Kosten seiner eigenen Ressourcen“, sagte er.

Laut Minister würden zu den Prioritäten des Landes Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, einschließlich der Schaffung einer nachhaltigen städtischen Mobilität, Bau von energieeffizienten Häusern, Verringerung der Energieintensität des BIP, Einführung kohlenstoffarmer Technologien und des Elektrotransports gehören. Darüber hinaus wird großes Augenmerk auf die Erhaltung von Feuchtgebieten und die Entwicklung von besonders geschützten Naturgebieten gelegt.

„Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die gewissenhafte Erfüllung der verstärkten Verpflichtungen durch Belarus nicht ausreicht, um die durch den Klimawandel verursachten Phänomene auf regionaler und globaler Ebene zu überwinden. Es ist notwendig, die Bemühungen aller Staaten zu konsolidieren und die technische und fachliche Unterstützung gerecht auf diejenigen Länder zu verteilen, die in der Lage sind, die wirksamsten Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu ergreifen“, resümierte Andrej Chudyk.

Die 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen ist eine wichtige Veranstaltung, die darauf abzielt, Beschlüsse zu entwickeln und zu fassen, mit denen die im Pariser Übereinkommen vorgesehenen Mechanismen in Gang gebracht werden können. Der Hauptzweck der Vereinbarung ist es, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu begrenzen und ihn so nah wie möglich an 1,5 Grad Celsius heranzuführen. Während der Konferenz konzentrierte sich die belarussische Delegation auf Fragen wie Zugang zu Finanzmechanismen und -ressourcen, nationale Pläne zur Anpassung an den Klimawandel und Berichtspflichten für deren Umsetzung.

Nachrichten der Rubrik Gesellschaft
Vollversion