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Belarus tritt für breiteren Einsatz von Technologien zur Bekämpfung von Menschenhandel ein

Gesellschaft 30.07.2019 | 12:35

MINSK, 30. Juli (BelTA) - Belarus tritt für einen breiteren Einsatz von modernen Technologien zur effizienteren Bekämpfung von Menschenhandel ein. Darauf machte der belarussische Vizeaußenminister, Oleg Krawtschenko, beim regionalen OSZE-Seminar in Minsk aufmerksam.

„Leider nehmen die Verbrechen mit Einsatz moderner Technologien überhand und fordern ein hochtechnologisches und effizientes Vorgehen“, sagte der Vizeaußenminister.

Als Beispiel führte er amerikanisches Nationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder (National Center for Missing and Exploited Children, NCMEC) an, das 450 Tsd. Sachen 2004, schon 25 Mio. Fälle 2015 behandelte. 2015 besuchte die belarussische Delegation dieses Zentrum zum Erfahrungsaustausch.

„Menschenhandel ist keine Ausnahme in der Kriminalität mit Einsatz von Technologien. Technologien geben den Tätern eine präzedenzlose Möglichkeit, die Opferzahl zu vergrößern, illegalen Markt zu erweitern, Kriminalkosten zu reduzieren, Kryptowährung zur Überweisung von Gewinnen bis Bezahlung von Dienstleistungen zu nutzen. Technologien werden auf allen Etappen des Menschenhandels von Anwerbung bis Ausbeutung verwendet. Über 40% der Opfer haben nie den Täter selbst getroffen. Menschenhändler können dabei weit von ihren Opfern, in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten sein. Ich denke, dass die internationale Gemeinschaft noch viel auf dem Gebiet unternehmen muss“, hob Oleg Krawtschenko hervor. Die Staaten müssen sich auf nationaler Ebene um die Lösung des Problems bemühen sowie Zusammenarbeit zwischen Ländern und internationalen Organisationen ausbauen. Man braucht auch einen riesigen politischen Willen.

Das Hauptthema des Seminars ist „Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und Menschenhandels mit technologischen Mitteln“. Daran nehmen stellvertretender Verwaltungsleiter für Drogenkontrolle und Bekämpfung des Menschenhandels des belarussischen Innenministeriums, Dmitri Zajun, OSZE-Koordinatorin für die Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen, Rasa Otrauskaite, OSZE Vize-Koordinator zur Bekämpfung des Menschenhandels, Valiant Richey teil.

Das regionale Seminar wird dem Welttag gegen Menschenhandel gewidmet, der am 30. Juli jährlich von der internationalen Gemeinschaft begangen wird. Dieser Tag wurde von der UN-Vollversammlung auf Initiative von Belarus 2013 zum Schutz der Opfer verkündet.

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