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22 Dezember 2022, 11:31

"Wenn du Frieden willst, bereite Krieg vor": Lukaschenko dementiert Fehlinterpretationen der Militärmanöver in Belarus

MINSK, 22. Dezember (BelTA) - Alexander Lukaschenko dementiert Fehlinterpretationen der Militärmanöver in Belarus. Er gab die entsprechende Erklärung bei der Besprechung über die Resultate der Inspektion der Sicherheitskräfte des Landes ab.

"Wenn du Frieden willst, bereite Krieg vor. Dieser Spruch gehört nicht mir und auch nicht euch. Damit möchte ich auf allerlei Fehlinterpretationen reagieren, die in unserer Gesellschaft, insbesondere im Internet, in Bezug auf die Verlegungen der belarussischen Streitkräfte und die gemeinsame Verlegung der belarussischen und russischen Streitkräfte, zirkulieren", sagte der Präsident.

Er ermahnt, dass Belarus und Russland im Rahmen eines langjährigen Vertrags eine Gruppe von Streitkräften gebildet haben, die gemeinsam auf Bedrohungen des Unionsstaates reagieren soll. "Wir haben Trainingsübungen führen sie nach wie vor durch. Jetzt sind sie wegen der aktuellen Lage und der Bedrohungen noch breiter angelegt. Deshalb führen wir in unserem Staatsgebiet die Übungen durch. Wir verlegen sowohl die gemeinsamen Truppen als auch unsere eigenen Einheiten dorthin, wohin wir es für richtig halten. Es wäre's. Es liegt kein anderer Plan vor. Das ist kein Geheimnis", betonte der belarussische Staatschef.

Alexander Lukaschenko sagte, dass bei der Besprechung zwei wichtige, sich überschneidende Themen zu behandeln sind. "Wir können nicht ausschließen, dass eine Aggression gegen unser Land eingesetzt wird. Zumindest können wir eine solche Bereitschaft von unseren Nachbarn verfolgen. Wir wissen, wer genau diese Nachbarn drängt, um Spannungen an unseren Grenzen zu schaffen.“ In diesem Zusammenhang hat das Staatsoberhaupt beschlossen, eine Überprüfung der Einsatzkräfte vorzunehmen: "Unsere Armee verfügt über die so genannten schnellen Eingreiftruppen. Passiert was Unerwartetes, werden diese Kräfte innerhalb einer bestimmten Zeitspanne alarmiert und an den Ort des Geschehens geschickt. Ich habe beschlossen, diese Einsatzkräfte unverzüglicher Reaktion zu prüfen", erklärte Alexander Lukaschenko.

Der zweite Teil der Inspektion war den Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung gewidmet.

Gegenwärtig sind die Operationen vollständig abgeschlossen und die Streitkräfte, Sondereinsatzkräfte und Spezialeinheiten befinden sich in ihren gewöhnlichen Stationierungsgebieten.

WIE IN KRIEGSZEITEN: Warum wurden Kräfte sofortiger Reaktion geprüft?

Nach Worten des Präsidenten wurden zwei Richtungen - die westliche und die nordwestliche - geprüft. Der Staatssekretär des Sicherheitsrates Alexander Wolfowitsch und das Staatssekretariat des Sicherheitsrates als Ganzes waren damit betraut.

"Ich weiß genau, dass alles absolut geheim und verdeckt war. Alles war wie in Kriegszeiten. Vor den zuständigen Einheiten wurden bestimmten Aufgaben gestellt", sagte das Staatsoberhaupt.

Die Medien, insbesondere das Fernsehen, informierten die Öffentlichkeit über den Verlauf der Aktivitäten, einschließlich des Rückzugs der Einheiten, der Überfahrt über den Neman und die Beresina, des Baus der Pontonbrücken.

"Wir haben Schulung und Übung für die schnellen Eingreiftruppen für alle Fälle durchgeführt. Wir alle müssen lernen", betonte Alexander Lukaschenko.

TERRORISTEN SPERREN: Was war der Sinn der zweiten Überprüfungslinie?

"Es lässt sich nicht ausschließen, dass terroristische Gruppen von innen (was unwahrscheinlich und praktisch unmöglich ist) oder von außen ins Hoheitsgebiet von Belarus eindringen und entweder ein einzelnes Gebäude, ein Haus, eine öffentliche Einrichtung, eine Schule (Gott bewahre uns!), oder ein Dorf als Ganzes in ihre Gewalt bekommen wollten. Und in diesem Fall ist eine Anti-Terror-Operation durchzuführen", erläuterte Alexander Lukaschenko.

Ihm zufolge wurden geeignete Vorgaben geschaffen, um die Lage zu testen. Es wurde eine teilweise Eroberung eines Dorfes unter Einsatz der am besten ausgebildeten Militärangehörigen simuliert. "Unsere Jungs von den Kräften für Sondereinsätze haben gehandelt. Ihr Gegner war eine Anti-Terror-Einheit des Staatssicherheitskomitees. Die Leitung der Terrorismusbekämpfung obliegt nicht der Armee, sondern dem KGB (das Staatliche Sicherheitskomitee), der Antiterrorunternehmen leitet und organisiert, sowie die erforderlichen Mittel und Kräfte einsetzt", so der Präsident.

LEHREN ZIEHEN: Was ist nach dem Manöver zu beachten?

Zusammenfassend hat das Staatsoberhaupt auf die Notwenigkeit hingewiesen, die Art und Weise bei der Durchführung von beiden Unternehmen, die nun abgelaufen sowie die Truppen schon in ihren gewöhnlichen Stationierungsgebieten zurück sind, zu behandeln.

"Ich sage ganz offen, ohne etwas zu verheimlichen, ohne dass wir „Hurra“ schreien würden: Nicht alles war gut. Auf diese Unzulänglichkeiten möchte ich heute eure Aufmerksamkeit lenken. Denn im Falle eines Krieges können diese Unzulänglichkeiten entscheidend sein und den Tod von Menschen zu Folge haben. Das dürfen wir nicht zulassen", so Alexander Lukaschenko.

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