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Lukaschenko über Kaderrotation: Die junge Generation muss ran an die Arbeit

Präsident 12.09.2019 | 16:36

MINSK, 12. September (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hält die Verjüngung der Kader und Anwerbung aussichtsreicher Führungskräfte in verantwortungsvolle Posten der Politik für wichtig. Das sagte er heute bei der Ernennung neuer Auslandsbotschafter.

„Es ist an der Zeit, dass eine neue Generation der Politiker und Diplomaten an das Ruder kommt. Irgendwann werden wir gehen. Und neue Politiker müssen unser Land unbedingt bewahren. Diese Aufgabe gilt auch für die neuen Botschafter. Wir brauchen ein starkes Außenministerium und Menschen, die in die Zukunft denken“, betonte der Staatschef.

Der Außenminister Wladimir Makej versicherte den Präsidenten, dass im Ministerium ein starkes und arbeitsfähiges Kollektiv gebildet worden sei und dass jedwede Mängel in der Personalpolitik sofort ausgeräumt würden.

Auf die Frage, ob die neu ernannten Botschafter der Republik Belarus im Ausland über die notwendigen persönlichen und fachlichen Qualitäten verfügen, antwortete Wladimir Makej positiv.

Wiktor Rybak, der zum Botschafter der Republik Belarus in der Türkei und im Irak ernannt worden sei, kenne sich in der Region aus und habe über eine längere Zeit im Iran gearbeitet, erzählte Minister.

Nikolai Owsjanko, der zum Botschafter in Ecuador. Kolumbien, Nikaragua und Panama einberufen worden sei, habe sich zwar nicht direkt mit den Feldern Handel und Wirtschaft auseinandergesetzt, spreche aber sehr gut Spanisch und verfüge aus seiner früheren Funktion als Abteilungsleiter für internationale Sicherheit und Waffenkontrolle beim Außenministerium über reiches Wissen im Bereich der Abrüstungsproblematik.

Wladimir Makej zeigte sich überzeugt, dass die Beziehungen mit Ecuador eine Zukunft hätten. Auch wenn die ecuadorianische Staatsführung mehr in Richtung EU und USA schaue, setze sie eine Reihe von Projekten mit Belarus fort. Zum Beispiel in den Bereichen Ölgewinnung und Wohnungsbau. Auch in Kolumbien könne Belarus konkrete Projekte umsetzen, in der Landwirtschaft oder im Bereich der Techniklieferungen.

Positive Referenzen vom Behördenleiter erhielt auch Jewgeni Worobjow, der neue Botschafter in Israel. „Wir brauchen dort einen Diplomaten wie Worobjow. Er hat sich im Referat Europa beim Außenministerium sehr gut hervorgetan“, zeigte sich der Minister überzeugt.

Eine wichtige Rolle spielen die weiteren Beziehungen zu Ägypten und Sudan, sagte Makej. „Nach den entsprechenden Besuchen wachsen die Exporte und der Handelsumsatz“, bemerkte Makej.

Der neue Botschafter in Ägypten, Sudan und Oman wird Sergej Terentjew sein. Mit Ägypten habe Belarus eine sehr gute Zusammenarbeit aufgebaut, sagte Alexander Lukaschenko. Im Sudan und Ecuador könne man mit 2 bis 3 Projekten beginnen, die sowohl für Belarus als auch für die Partnerländer nützlich wären.

Wjatscheslaw Beskosty, ein erfahrener Diplomat, wird sehr komplizierte Aufgaben in Turkmenistan übernehmen, vor allem bei der Normalisierung bilateraler Beziehungen im Zusammenhang mit dem Bau und dem Funktionieren des Bergbau- und Aufbereitungskombinats in Garlyk. „Hoffentlich gelingt es ihm, mit diplomatischen Mitteln unsere Zusammenarbeit wieder in Ordnung zu bringen“, sagte Makej.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat heute neue Botschafter in Ägypten, Israel, Ecuador, der Türkei und Turkmenistan ernannt.

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