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Lukaschenko lässt Dokumentenpaket zur Wirtschaftsprognose 2020 nachbearbeiten

Präsident 19.09.2019 | 14:25

MINSK, 19. September (BelTA) – Alexander Lukaschenko hat heute nach der Besprechung mit der Regierung und der Präsentation von Wirtschaftsprognosen für 2020 angeordnet, das gesamte Dokumentenpaket nachzubearbeiten. Das sagte Premier Sergej Rumas vor Journalisten im Anschluss an die Besprechung.

Dem belarussischen Staatschef wurden Prognoseberichte für den Haushalt 2020 und die Geld-/Kreditpolitik für das kommende Jahr zur Prüfung vorgelegt.

„Der Staatschef hielt die Regierungspläne für das Jahr 2020 für nicht anspruchsvoll genug,deshalb ließ er das Dokumentenpaket nachbearbeiten“, erzählte Rumas.

Die Regierung habe nun ihre Ansätze im Hinblick auf die Wirtschaftsprognosen schnellstmöglich zu revidieren, sagte Premier. Das hänge auch mit der Forderung des Staatschef zusammen, die Haushaltsentwürfe und die Richtlinien für die Geld- und Kreditpolitik mit den Abgeordneten der aktuellen Legislaturperiode zu besprechen. „Die Regierung hat zwei bis drei Wochen Zeit, um die kritischen Stellen zu beseitigen und die nachgebesserte Variante dem Staatschef vorzulegen. Ich glaube, dass wir zusammen mit allen Ressortbehörden die Prognosekennziffern erneut kritisch überprüfen und unsere Prognosen anspruchsvoller formulieren werden. Das wird den Haushalt womöglich weniger defizitär machen… Das ist heute schwer zu sagen.“

Im Mittelpunkt der Besprechung beim Präsidenten stand unter anderem die Wirtschaftsleistung im Berichtszeitraum 2019. Der Staatschef wollte in erster Linie wissen, warum die Exporte zurückgegangen sind und wie sie im nächsten Jahr wieder steigen sollen. Die Exportrückstände seien nach Angaben des Premiers auf den gesunkenen Handel mit Ölprodukten zurückzuführen. „Die Ursachen sind unter anderem das verunreinigte Öl aus Russland und das Steuermanöver. Das alles hat die Arbeit unserer Raffinerien stark beeinträchtigt. Dennoch haben wir beim Waren- und Dienstleistungshandel einen positiven Saldo erreicht – über 400 Millionen BYN in den 7 Monaten des Jahres“, bemerkte Rumas.

Die von der Regierung festgelegten Wirtschaftspläne für 2019 seien unbedingt zu erfüllen, sagte der Staatschef. In den verbliebenen Monaten werde die Regierung alle Register ziehen müssen, um den Rückstand aufzuarbeiten, sagte Sergej Rumas.

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