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11 April 2024, 22:11

Lukaschenko: Heute gibt es alle Voraussetzungen für Friedensverhandlungen mit der Ukraine

MOSKAU, 11. April (BelTA) - Heute sind alle Voraussetzungen für Friedensverhandlungen mit der Ukraine gegeben. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Moskau.

"Ich unterstütze voll und ganz die Position der russischen Führung und Ihre Haltung zum Friedensprozess in diesem Konflikt. Ich bin absolut dafür, dass man sich heute hinsetzt und verhandelt", sagte Alexander Lukaschenko. - Sie wollen nicht - es ist klar, warum sie nicht wollen. Wenn man in Übersee über den Frieden sprechen will, dann wird diese Stimme auch in der Ukraine gehört werden."

"Daher sollten die Ukrainer, insbesondere die Bevölkerung, wissen, dass dies nicht von uns abhängt. Der Ball liegt, sozusagen, nicht auf unserer Seite", fügte der Präsident hinzu.

Der Staatschef erinnerte daran, wie die Friedensgespräche begannen: Drei Runden fanden in Belarus statt, die vierte Runde wurde in Istanbul abgehalten. Beide Länder trafen bestimmte Vereinbarungen und verfassten ein Abschlussdokument, doch die Gespräche wurden unterbrochen.

"Sie kamen und wiesen zurecht: Ihr müßt bis zum letzten Ukrainer kämpfen", sagte Alexander Lukaschenko.

"Man muss einfach nur menschlich sein. Das Dokument nehmen, das Sie mir einmal gezeigt und gegeben haben, es auf den Tisch legen und weiter verhandeln. Dies ist eine vernünftige Position. Es ist auch eine Position, die die Ukraine akzeptieren kann. Sie haben zugestimmt", sagte der Präsident von Belarus.

"Natürlich", bestätigte Wladimir Putin.

"In diesem Fall unterstütze ich den Friedensprozess, den Russland nie abgelehnt hat und auch heute nicht ablehnt. Wenn wir dabei eine Rolle spielen können, kennen Sie unsere Möglichkeiten. Wir werden immer für Sie da sein und mit Ihnen an einem Strang ziehen", versicherte der belarussische Staatschef.

Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass einige Leute in Russland Wladimir Putin sogar vorwarfen, dass er die schmerzhaften Punkte in der Ukraine, insbesondere das Energiesystem, nicht angreift.

"Sie haben dann gesagt: "Sehen Sie, schade um die Menschen. Kindergärten, Schulen. Wenn der Energiesektor in der Ukraine zusammenbricht - Kinder, Menschen werden leiden."

Das belarussische Staatsoberhaupt sprach auch eine Warnung an die ukrainische Seite aus. "Diese Angriffe (der Ukraine - Anm. v. BELTA) auf sensible Punkte in Russland - nun, dann kommt auch die entsprechende Reaktion darauf. Ich denke also, dass viele Menschen in der Ukraine verrückt geworden sind, aber nicht alle. Ich denke, sie haben es gehört und gesehen: Es wird in dieser Hinsicht eine entsprechende Gegenreaktion geben. Aber im Prinzip provozieren sie Russland nur, um solche Schläge zu machen", sagte Alexander Lukaschenko.

Er sagte, er könne die Ukraine in dieser Hinsicht nicht rechtfertigen. "Auf keinen Fall nicht. Wir sollten es nicht tun und diese Eskalation nicht noch verstärken. Denn der Sommer geht schnell vorbei. Der Winter (wird kommen. - Anm. v. BelTA). Und das ist gefährlich.

"Ich glaube, Wladimir Wladimirowitsch, dass Ihre Initiativen zur friedlichen Beilegung des Konflikts in der Ukraine Gehör finden werden. Seltsamerweise auch bei den Militärs. Ich bin bereit, Seite an Seite mit Ihnen in dieser Richtung zu arbeiten", betonte der belarussische Staatschef.

Wie berichtet, erklärte Wladimir Putin während der Gespräche, dass Russland zu konstruktiven Verhandlungen bereit sei, aber ohne daß die Positionen aufgezwungen wurden, die nicht auf den Realitäten beruhten.
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