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20 Februar 2024, 17:33

Lukaschenko: Belarus braucht keinen Krieg, aber wir sollten mental und strategisch darauf vorbereitet sein 

MINSK, 20. Februar (BelTA) - Belarus braucht keinen Krieg, aber wir sollten mental und strategisch darauf vorbereitet sein. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko in der erweiterten Besprechung mit Machtministern zum Thema Nationale Sicherheit. 

"Was sind die wahren Gründe für westeuropäische Politiker, die Zusammensetzung verschiedener Koalitionen und militärisch-politischer Bündnisse zu erweitern? Warum diese absolut absurden, nicht legalen Sanktionen, die groß angelegte Militarisierung, das demonstrative Muskelspiel, einschließlich der militärischen Aktivitäten in der Nähe unserer Grenzen? Welche Gründe haben sie dafür? Wer bedroht sie?Und wann in der Geschichte haben wir jemals jemanden bedroht? Alle blutigen Feldzüge gingen von Westen nach Osten und wurden schmachvoll in die entgegengesetzte Richtung zurückgeschlagen. Leider starben dabei Millionen von Menschen. Und die Gründe dafür waren damals wie heute an den Haaren herbeigezogen: Unser Glaube sei falsch, das politische System entspreche nicht irgendeinem Standard, die Rechte von irgendjemandem würden verletzt...", - bemerkte der belarussische Staatsführer.

"Die wahren Gründe für das Interesse an unserem Land kennen wir. Aber das ist nicht der Punkt. Wir wollen keinen Krieg, also müssen wir sowohl mental als auch strategisch darauf vorbereitet sein. Jetzt geht es darum, den Ernst der Lage zu erkennen. Wir sollten uns keine Illusionen über die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung des globalen Konflikts machen. Das Völkerrecht ist nicht in der Lage, die Spannungen abzubauen", betonte das Staatsoberhaupt.

Die Position des kollektiven Westens sei einfach: Wer nicht auf seiner Seite ist, wird mit Gewalt genommen: "Mit oder ohne Vorwand - das spielt keine Rolle. Die Autorität der internationalen Organisationen ist völlig diskreditiert. Die Plattformen einiger von ihnen werden ganz offen dazu benutzt, den Interessen bestimmter Länder zu dienen. Und Belarus gehört nicht dazu."

"Deshalb versuchen sie, neue regionale Initiativen im Ausland zu schaffen, die aber bereits von den USA und der Europäischen Union kontrolliert werden", so Alexander Lukaschenko. - Der Plan ist unmöglich primitiv. Er sollte neben Polen, Rumänien, Ungarn und der Slowakei auch die "neutrale" Ukraine und Belarus umfassen. Vorausgesetzt, Belarus wird von Russland "abgeschnitten". Natürlich wird das offizielle Minsk als Satellit Polens betrachtet. Erinnert Sie das an etwas?"

"Heute ist es extrem wichtig, die Situation nicht nur richtig einzuschätzen und zu verstehen, was passiert, sondern auch sofort zu handeln. Und wir müssen proaktiv sein. Wir alle, vor allem die Menschen in Uniform, müssen bereit sein, jede Bedrohung abzuwehren. Fehler sind unzulässig", betonte der belarussische Staatschef.

An die Teilnehmer des Treffens gewandt, sagte der Präsident: "Sie wissen, was sich hinter dem Wortlaut der bevorstehenden NATO- und US-Militärübungen Defender-2024 verbirgt. Sie wissen, was es für uns bedeutet, sie auf dem Territorium der baltischen Staaten, Deutschlands und Polens abzuhalten".

"Nach den erhaltenen Angaben werden etwa 90.000 Soldaten aus 32 Mitglieds- und Partnerländern der Allianz vor unserer Haustür stehen und die Strategie (Zitat) "der Abwehr eines russischen Aggressionsversuchs gegen eines der Länder der Allianz" üben, zitierte Alexander Lukaschenko. - Wie sie die Aggression abwehren wollen, wissen wir. Die Spezialdienste haben die Situation im Griff."

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