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Michail Mjasnikowitsch

Zusammenstellung des EAWU-Haushalts zur Finanzierung wissenschaftlicher Projekte ist notwendig

Meinungen 20.02.2019 | 16:20
Michail Mjasnikowitsch Michail Mjasnikowitsch Vorsitzender des Republikrates der Nationalversammlung der Republik Belarus

Der Vorsitzende des Rates der Republik, Michail Mjasnikowitsch, meint, dass es eine Notwendigkeit zur Zusammenstellung des gemeinsamen Haushalts der Eurasischen Wirtschaftsunion für die Finanzierung wissenschaftlicher Projekte besteht. Diese Meinung äußerte der Sprecher in der erweiterten Sitzung des wissenschaftlichen Beirats für sozial-wirtschaftliche Entwicklung von Belarus beim Präsidium der Oberkammer des Parlamentes, wie ein BelTA-Korrespondent bekanntgab.

Die Nationalwirtschaft steht im Industriesektor vor einer Reihe ernsthafter Herausforderungen. Die Reaktion darauf müsste gemeinsame regionale Projekte sein, so Michail Mjasnikowitsch. „Die EAWU kann ohne gemeinsame Betriebe und Projekte in den Bereichen Maschinenbau, Großchemie, Elektronik, Pharmakologie, Biotechnologie, Militär-Industrie-Komplex gründlich nicht arbeiten. Ich denke, dass es die Notwendigkeit besteht, den gemeinsamen Haushalt oder Fonds der Eurasischen Wirtschaftsunion zusammenzustellen, um Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie die technisch-wirtschaftliche Begründung bahnbrechender Projekte wie im Haushalt der Union Belarus-Russland zu finanzieren, wo über 50% der Mittel für die Finanzierung der Unionsprogramme ausgegeben werden“, sagte der Leiter der Oberkammer des Parlamentes.

Der Vorsitzende des Rates der Republik ist sicher, dass in der EAWU große Innovationsprojekte umgesetzt werden müssen. Er bemerkte, innerhalb von drei Arbeitsjahren habe die Eurasische Wirtschaftskommission keine Projekte vorgeschlagen. Es hätten keine Ansätze in dieser Richtung gebildet worden. Laut Sprecher könnten große gemeinsame Aktiengesellschaften zu einem Integrationskern der Eurasischen Wirtschaftsunion sein, die gemeinsames Interesse und Business habe.

In der Sitzung des wissenschaftlichen Beirats, die in der Belarussischen Staatlichen Universität stattfindet, werden Wege zur Verbesserung der wissenschaftlichen, wissenschaftlich-technischen und innovativen Tätigkeit im Land besprochen. An der Diskussion nehmen Mitglieder des Präsidiums des Rates der Repuiblik, Vertreter des Staatlichen Komitees für Wissenschaft und Technologie, der Ministerien für Bildung, Finanzwesen, Wirtschaft, Leiter der Hochschulen, wissenschaftlicher Organisationen sowie Organisationen der Realwirtschaft teil.

Im Anschluss an die Sitzung werden Empfehlungen angenommen. Sie stellen fest, dass Informatisierung, Investitionen, Beschäftigung, Jugend und Export als die grundlegenden Richtungen für die Verbesserung der Gesetzgebung im Bereich der wissenschaftlichen, wissenschaftlich-technischen, innovativen und bildungsbezogenen Tätigkeit betrachtet werden sollen.

Die Sitzungsteilnehmer halten es für zweckmäßig, einheitliche vorrangige Richtungen der wissenschaftlichen, wissenschaftlich-technischen und innovativen Tätigkeit für 2021-2025 zu genehmigen.

Es wird vorgeschlagen, die Bedingungen für die Entwicklung eines innovativen Jugendunternehmertums weiter zu verbessern, unter anderem durch die Einrichtung von Gründerzentren in führenden wissenschaftlichen Organisationen des Landes.

Der wissenschaftliche Beirat befürwortet die Entwicklung von Mechanismen zur Förderung der Venturefinanzierung, die Schaffung zusätzlicher Bedingungen für die Anwerbung privater Investoren in den Innovationsbereich und die Verringerung der Zahl der Verwaltungsverfahren für unternehmerische Aktivitäten.

Laut Experten müsse man bei der Arbeit zur Änderung des Bildungsgesetzbuches auf die Normen für eine wirksame Ausbildung des Personals für innovative, exportorientierte Unternehmen eine besondere Aufmerksamkeit lenken. Dabei müssten die Praxisorientierung der Ausbildung und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit Kundenorganisationen gestärkt werden.

Der Rat schlägt vor, die Möglichkeit zur Schaffung eines Systems zur mittel- und langfristigen Prognose des Bedarfs an wissenschaftlichem Personal und hochqualifizierten Fachkräften im Wissenschafts- und Innovationsbereich des Landes und im Rahmen einzelner Wirtschaftszweige unter Berücksichtigung der staatlichen wissenschaftlichen und technischen Prioritäten zu erwägen.

Es wird auch vorgeschlagen, die Wirksamkeit der Umsetzung des Modells „Universität 3.0“ im Hinblick auf die Verbesserung der Hochschulprogramme der Stufen 1 und 2, die zusätzliche Ausbildung der Erwachsenen, die Schaffung und Entwicklung von Subjekten der innovativen Infrastruktur zu überwachen, um eine Entscheidung über die weitere Verbreitung dieser Erfahrungen zu treffen.

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