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Igor Karpenko

Belarussische Bildung öffnet die Tür zur Sozialisierung der Jugend

Meinungen 17.04.2019 | 16:57
Igor Karpenko Igor Karpenko Bildungsminister der Republik Belarus

Die belarussische Bildung öffnet breit die Tür zur Sozialisierung der Jugend und Vorbereitung auf das selbstständige Erwachsenenleben. Diese Meinung äußerte Bildungsminister Igor Karpenko nach der Eröffnung der landesweiten Ausstellung für wissenschaftliche und methodische Literatur, pädagogische Erfahrung und kreative Arbeit der Jugend.

Die Ausstellung präsentiert konkrete Praktiken belarussischer Bildungseinrichtungen – von Kindergärten bis zu den Hochschulen. „Diese Praktiken sind sehr interessant, vor allem für Pädagogen, weil sie unbedingt das berücksichtigen müssen, was um sie herum geschieht“, sagte Minister. Die Lehrer müssten voneinander lernen, denn viele Ideen in der Bildung würden heute erfolgreich umgesetzt. Die Ausstellung bilde eine einmalige Austauschplattform für Fachleute. Im Rahmen der Veranstaltung werden Konferenzen, Workshops, Rundtische und Präsentationen stattfinden. Ein Katalog belarussischer Schul- und Hochschulmuseen wird erstmals in der Ausstellung gezeigt.

In seiner Eröffnungsrede machte der Bildungsminister darauf aufmerksam, dass die aktuellen Lehrpläne so konzipiert seien, dass sie sich auch sehr gut für die Erziehungsarbeit eigneten. Fachlehrer hätten mit diesen Lehrprogrammen heute eine hervorragende Möglichkeit, ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit so aufeinander abzustimmen, dass eine Kontinuität im Schaffen gleichgesinnter Pädagogen-Kollektive gewährleistet werde. „Unsere Pädagogen sind sich ihre Verantwortung um die Zukunft der künftigen Generationen wohl bewusst“, resümierte der Minister.

Die 18. Landesweite Ausstellung für wissenschaftliche und methodische Literatur, pädagogische Erfahrung und kreative Arbeit der Jugend ist zeitlich auf das Jahr der kleinen Heimat ausgerichtet und zielt darauf ab, neue Lösungen für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu aktiven Bürgern und Patrioten, Vermittlung von Respekt gegenüber sozioökonomischen und sportlichen Leistungen, historischem, kulturellem und geistigem Erbe zu finden. Den Gästen wird eine Vielzahl von kreativen Meisterkursen, Workshops, Präsentationen, virtuellen Exkursionen, Berufsberatungen und psychologischen Beratungsstellen angeboten. Auf dem Freigelände vor dem Ausstellungskomplex zeigen kreative Schülerteams aus dem ganzen Land ihre Leistungen: funkgesteuerte Autos und Flugzeuge, Meisterklassen zum Thema Flugzeugmodellbau, skandinavisches Gehen, Cheerleading, Schauübungen.

Die Ausstellung dauert drei Tage und ist thematisch in drei Kategorien aufgeteilt: Innovationen, regionale Initiativen, Schaffen und Sport.

Am Tag der Innovationen, dem 17. April, finden eine Präsentation regionaler Projekte „Startup-Allee“, der landesweite Wettbewerb „Traditionelle belarussische Puppe“, wissenschaftlich-praktische Konferenzen, der kommunikative Standort „Innovationen: von der Idee bis zur Umsetzung“ statt. Vor dem Ausstellungs-Pavillon wird der Startschuss für die landesweite Aktion „Ich heiße dieses Land meine Heimat“ gegeben. Teilnehmer und Gewinner des Wettbewerbs „Volontäre von Belarus: unser Beitrag zur kleinen Heimat“ werden ausgezeichnet.

Regionale Initiativen werden den zweiten Tag der Ausstellung bestimmen. Im Programm sind die sozial-kreative Stafette „Gratuliere den Veteranen“, Präsentationen interaktiver Projekte, Auszeichnung der Sieger des landesweiten Wettbewerbs „Belarus: unsere Liebe, unser Stolz, unser Reiseland“, Auswertung der sozial-kreativen Aktion „Die Erinnerung an Heldentaten unserer Urgroßväter weitertragen.“ In der Konferenzhalle des Ausstellungskomplexes werden methodische Labors eröffnet. Thematische Seminare laden zur Präsentation von Errungenschaften, Diskussion über die Probleme und Perspektiven der Erziehungsarbeit in der Bildung ein.

Am 19. April wird der Tag des Schaffens und des Sports alle Besucher mit Auftritten belarussischer Künstlerkollektive begrüßen. Das Jahr der kleinen Heimat und die 2. Europäischen Spiele stehen im Mittelpunkt. Die Bildungseinrichtungen laden zu Präsentationen und interaktiven Ausstellungen ein.

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