Vollversion

Stadler Minsk zeigt neuen Elektrozug für die Minsker Metro

Fotoreportage 05.11.2019 | 10:12

MINSK, 5. November (BelTA) – Die SAO Stadler Minsk hat heute seinen elektrisch angetriebenen Zug des Typs M110 präsentiert, gebaut im Auftrag der Minsker Metro. Das Modell hat alle Testfahrten und Versuche absolviert.

fff4

Im Januar 2017 haben der Staatsbetrieb Minsker Metro und geschlossene Kapitalgesellschaft Stadler Minsk einen Vertrag unterzeichnet, nach dem das belarussisch-schweizerische Unternehmen 10 U-Bahnzüge für die Minsker Metro bauen soll: 6 vierteilige und 4 fünfteilige Schienenfahrzeuge. Die ersten 6 Züge werden in diesem Jahr geliefert, die nächsten 4 – im Jahr 2020. Zwei Bahnfahrzeuge befinden sich bereits im Bahnbetriebshandwerk.

fff6

In der Zeitperiode von April bis September hat die Minsker Metro eine Reihe von Tests durchgeführt, von Brems-, Festigkeits-, Fahr- und Stromversuchen bis zu sanitär-hygienischen Tests und Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit. Heute konnten die Journalisten zu ersten Fahrgästen des neuen Modells werden.

fff8

Sanfter Gang, frische Luft und eine gute Schalldämpfung – moderne Technologien des M110 sorgen für Sicherheit, Sitz- und Fahrkomfort. Die Karosserie ist ein Ganzmetall-Wagenkastentragwerk aus Aluminium und hält 50 Jahre. Jedes Fahrzeug hat eine Zugfahrweite von 560.000 km.

Jeder Zug ist mit einer Klimaanlage und mit Videokameras ausgestattet. An einigen Stellen sind USB-Ports zu finden – so können Fahrgäste ihre Mobiltelefone aufladen.

Alle Züge sind in Farben blau, weiß und rot gestrichen – das sind Farben des Minsker Wappens. Die Gelenkwagen sind 2,65 m breit und 3,69 m hoch und bieten mehr Platz für die Fahrgäste sowie eine bessere Platzverteilung aufgrund der Durchgängigkeit.

Bei M110 handelt es sich um ein Modul-Fahrzeug – die Züge lassen sich aus 4 bis zu 8 Wagen zusammenmontieren. Das vierteilige Schienenfahrzeug ist 78,65 m lang, das fünfteilige Fahrzeug hat eine Länge von 97,65 m. Die Zahl der Sitzplätze variiert von 168 bis 212.

Die Züge sind behindertengerecht – im vorderen Bereich gibt es mehr Raum für Rollstuhlfahrer und zusätzliche klappbare Sitzflächen.

Die Züge sind mit digitalen Videokameras ausgestattet, so dass auch der Lokführer die Möglichkeit hat, den ganzen Prozess zu überwachen.

Die Züge der dritten Metro-Linie werden mit moderner Automatiksteuerung ausgestattet. Mehr Kontrolle, mehr Sicherheit, weniger Stromverbrauch und eine präzisere Einhaltung des Zugfahrplans – die Liste der Vorteile lässt sich beliebig ausweiten.

Филипп Бруннер
Филипп Бруннер

„Wir haben diesen Zug für die Minsker Metro entwickelt. Wir sind stolz darauf, dass wir dabei zum größten Teil eigene Ressourcen eingesetzt haben. Natürlich wollen wir dieses Produkt auch in den anderen GUS-Staaten verkaufen. In Sankt Petersburg, in Aserbaidschan oder Georgien, wo die Schienen ebenfalls 1520 mm breit sind. Wir können unsere Züge an jede Infrastruktur anpassen“, sagte Leiter der Stadler Minsk Philipp Brunner.

Das Werk Stadler Minsk wurde am 20. November 2014 offiziell eröffnet. Das Unternehmen ist Teil der Schweizer Stadler Rail Group, die seit über 75 Jahren einer der führenden europäischen Hersteller von Schienenfahrzeugen ist. "Die Stadler Rail Group hat auch Niederlassungen in Österreich, Australien, Algerien, Großbritannien, der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Polen, Tschechien, Italien und den USA.

Foto Maxim Gutschek

Alle Fotoreportagen
Vollversion