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Mit Technologien der Präzisionslandwirtschaft können bis zu 25% der Ressourcen gespart werden

Wirtschaft 10.01.2019 | 19:59
Stanislaw Karpowitsch. Archivfoto
Stanislaw Karpowitsch. Archivfoto

MINSK, 10. Januar (BelTA) – Mit Einführung von Technologien zur Präzisionslandwirtschaft kann man bis zu 25% der Ressourcen sparen. Das sagte Leiter der Hauptverwaltung für Fortschritt, Energie und technische Aufsicht beim Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung, Stanislaw Karpowitsch, vor Journalisten.

„Selbst eine teilweise Einführung von Elementen der Präzisionslandwirtschaft kann sich als effizient erweisen. Es können bis zu 25 Prozent Ressourcen eingespart werden. In Belarus sind mehrere Technologien (Parallelführungssysteme, Berechnung des Brennstoffverbrauchs) eingeführt worden – sie lassen Kraftstoff und andere Ressourcen sparen und Arbeitsproduktivität erhöhen. Ein Drittel der Kraftstoffverbrauchssensoren ist inzwischen in allen Fahrzeugen installiert. Differenzierte Düngung, Pflugbetriebssteuerung, Probenahme- und Analysesysteme sind ebenfalls im Einsatz. Differenzierte Düngung und Feldkartierung erlauben eine Kostensenkung um 24 Prozent. Spezielle Sprühgeräte lassen Einsparung von 25 Prozent der Pflanzenschutzmittel“, sagte Stanislaw Karpowitsch.

Das Landwirtschaftsministerium setzt sich sehr aktiv für die Digitalisierung der Landwirtschaft ein. Im Jahr 2019 plant Belarus die Implementierung der technischen Wartung komplizierter landwirtschaftlicher Maschinen.

„In Belarus gibt es bereits ein ähnliches System für technische Wartung von Geräten in Viehbetrieben. Ein zusätzliches elektronisches Gerät wird über den nächsten Wartungstermin informieren. So können alle entsprechenden Verfahren zeitgerecht gewährleistet werden“, sagte Vertreter des Ministeriums.

Präzisionslandwirtschaft ist ein komplexes hochtechnologisches und auf globale Positionierung basiertes System des landwirtschaftlichen Managements. Darunter wird ein Verfahren der ortsdifferenzierten und zielgerichteten Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen verstanden. Ziel des „Präzisionsackerbaus“ ist es dabei, die Unterschiede des Bodens und der Ertragsfähigkeit innerhalb eines Feldes zu berücksichtigen.

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