Vollversion

Handelsvolumen zwischen Belarus und Indien in Höhe von $600 Mio. 2019 erwartet

Wirtschaft 06.08.2019 | 14:06
Archivfoto
Archivfoto

MINSK, 6. August (BelTA) – Das Handelsvolumen zwischen Belarus und Indien kann im Jahr 2019 $600 Mio. ausmachen. Das sagte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter von Belarus in Indien, Bangladesch, Nepal und Sri Lanka (nebenamtlich), Andrej Rsheusski, heute vor Journalisten, wie ein BelTA-Korrespondent bekanntgab.

„Der Export innerhalb von sechs Monaten belief sich auf etwa $300 Mio. Dieser Betrag entspricht dem Export im ganzen vergangenen Jahr“, bemerkte der Diplomat. Ihm zufolge werde das gegenseitige Handelsvolumen rund $600 Mio. Ende 2019 ausmachen. „Wir hoffen auf die Lieferungen komplizierter technischer Produkte bis Ende laufenden Jahres“, sagte der Botschafter.

Im Allgemeinen sei die Region Indiens, Bangladeschs, Nepals und Sri Lankas für Belarus interessant, wo unsere Waren sehr gefragt seien. Heutzutage seien Kalidüngemittel das wichtigste Exportprodukt. Sie seien in diesen Ländern notwendig. „Wir versuchen, unsere Warennomenklatur zu erweitern. Wir liefern verschiedene Petrochemieprodukte, Papier, komplizierte Vorrichtungen. Wir wollen Lastkraftwagen nach Indien liefern. Es gibt das Projekt zur gemeinsamen Produktion von Traktoren, Mähdreschern. Es ist gute Perspektiven im Bereich Lieferung von Muldenkippern nach Indien zu verzeichnen. Es gibt Entwicklungen mit Bangladesch, um die Mechanisierung der Landwirtschaft zu unterstützen. Darüber hinaus ist es die Lieferung eines kompletten Zyklus von Anlagen für die Herstellung von Milch- und Fleischprodukten“, erzählte Andrej Rsheusski.

Im Juli wurde der Liefervertrag über Kalidüngemittel nach Bangladesch unterzeichnet. Es geht um 450 Tsd. Tonnen Düngemitteln, die Lieferungen wurden bereits aufgenommen. „Wir sind dabei, einen Vertrag mit Indien zu signieren“, fügte der Diplomat hinzu.

Der Vorsitzende der Belarussischen Industrie- und Handelskammer (BelIHK), Wladimir Ulachowitsch sieht auch ein großes Potenzial für die Steigerung des Handelsvolumens zwischen Belarus und Indien. „Indien ist ein globaler Akteur, seine Wirtschaft wächst um 8%. Hier entwickeln sich Industriesektor und IT-Sphäre dynamisch“, bemerkte er.

„Andere Länder, die wir zu dieser Region zählen, haben ihr Potenzial“, sagte Wladimir Ulachowitsch. Bangladesch braucht alles in Bezug auf Technik, Agrartechnologien und Lebensmittel. Nach Sri Lanka werden bisher hauptsächlich Kalidüngemittel geliefert. Aber es gibt auch Projekte zur Entwicklung des Agrarsektors. Eine ernstzunehmende Richtung ist Pharmazeutik. „Alle diese Länder können unsere ernsthaften Handels- und Wirtschaftspartner werden“, resümierte der Vorsitzende der BelIHK.

Heute findet in der Belarussischen Industrie- und Handelskammer das Treffen mit Honorarkonsuln von Belarus in Bangladesch, Indien, Nepal und Sri Lanka statt. Im Anschluss an die Plenarsitzung sind die Verhandlungen der Vertreter aus belarussischem Business mit Diplomaten im B2B-Format geplant. Dort werden Perspektiven der Zusammenarbeit zur Erweiterung der Export, Fragen zum Verkauf belarussischer Produkte beraten.

Nachrichten der Rubrik Wirtschaft
Vollversion