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05 Februar 2024, 13:49

Gouverneur von Kamtschatka: Nördlicher Seeweg könnte Handelslogistik mit Belarus verbessern

MINSK, 5. Februar (BelTA) – Der Nördliche Seeweg könnte dazu beitragen, die Handelslogistik mit Belarus zu verbessern. Das erklärte Gouverneur der russischen Fernost-Region Kamtschatka Wladimir Solodow im Anschluss an die Gespräche mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.

Nach Angaben des Leiters der russischen Region sei die Zusammenarbeit mit den belarussischen Kollegen und Herstellern in den letzten zwei Jahren recht eng verlaufen. „Der Besuch einer belarussischen Wirtschaftsmission in Kamtschatka war sehr fruchtbar. Weichen, die wir heute mit dem Präsidenten von Belarus für die nächste Zukunft gestellt haben, sind für die weitere bilaterale Zusammenarbeit äußerst wichtig. Kamtschatka ist heute eine Region, wo groß angelegte Projekte umgesetzt werden“, sagte Wladimir Solodow.

Beim Treffen wurde vor allem die Idee vom des Gezeitenkraftwerks im Ochotskischen Meer besprochen. „Dies ist ein strategisches Projekt, das die Konfiguration des Energiesystems des gesamten Fernen Ostens verändern kann. Und wir würden uns freuen, wenn sich unsere belarussischen Kollegen an der Entwicklung dieses Großprojekts beteiligen würden“, fügte der Gouverneur hinzu.

Nicht weniger wichtig ist die Nutzung des Potenzials des Nördlichen Seewegs für die Entwicklung des bilateralen Handels. „Kamtschatka ist heute das östliche Tor des Nördlichen Seeweges. Er ermöglicht eine doppelt so günstige und doppelt so kurze Logistik. Er ist eine echte Alternative zum Suezkanal. In diesem Jahr lag der Frachtumschlag bei über 20 Millionen Tonnen. Und wenn wir über die Zusammenarbeit mit Belarus sprechen, ist natürlich die Entfernung die größte Herausforderung. Sie kann über den Nördlichen Seeweg überwunden werden. Wir könnten unsere Meeresfrüchte nach Belarus liefern und auf diesem Weg landwirtschaftliche Produkte, Lebensmittel, Produkte der Farben- und Lackindustrie aus Belarus importieren. So werden wir einen retgelrechten handelsverkehr gewährleisten“, ist sich Wladimir Solodow sicher.

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