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EAWU will Abkommen zur Beseitigung von Handelshemmnissen mit Drittländern unterzeichnen

Wirtschaft 19.07.2019 | 13:16
Foto: Eurasische Wirtschaftskommission
Foto: Eurasische Wirtschaftskommission

MOSKAU, 19. Juli (BelTA) – Das Abkommen über das Verfahren und die Bedingungen für die Beseitigung technischer Barrieren im Handel der EAWU-Länder mit Drittstaaten soll in naher Zukunft unterzeichnet werden. Das erklärte EAWK-Minister für technische Regulierung Wiktor Nasarenko auf dem Seminar für die Leiter der belarussischen diplomatischen Vertretungen, das in Minsk an der Verwaltungsakademie beim Präsidenten von Belarus stattfand.

Mit diesem Dokument, so Wiktor Nasarenko, werden geeignete Mechanismen geschaffen, um unter anderem die gegenseitige Anerkennung von Ergebnissen der Qualitätsprüfung von Produkten in den EAWU-Mitgliedstaaten und Drittländern zu ermöglichen. „Dieses Abkommen wird es möglich machen, dass die Staaten der Eurasischen Wirtschaftsunion eine Zusammenarbeit mit den wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartnern herstellen können“, betonte er.

Der EAWK-Minister sprach auch über die Aufgaben des einheitlichen Systems zur technischen Regulierung, das in der EAWU geschaffen wird. Erstens geht es darum, technische Hindernisse im gegenseitigen Handel zu beseitigen, die einheitlichen verbindlichen Anforderungen an Produkte und die einheitlichen Verfahren für deren Markteinführung zu gewährleisten. Zweitens geht es um den Schutz des Marktes vor unsicheren Produkten. Drittens soll die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Produkte verbessert werden. „Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der Sicherheit der Produkte auf dem gemeinsamen Markt der EAWU“, sagte er. „Gleichzeitig braucht die Union eine abgestimmte Politik zur Steigerung der Produktqualität und Wettbewerbsfähigkeit mit dem Ziel, in externe Märkte einzutreten.“

Wiktor Nasarenko ging auf das unter Experten breit diskutierte Thema der Bewertung von Anpassung der Produktqualität an die verbindlichen Anforderungen ein, was als ein wichtiges Instrument zum Schutz der Interessen von Industrie der Unionsstaaten und als Garant für sichere Produkte auf den Märkten gesehen wird. „Nach der Bestätigung von Einzelgenehmigungen im Bereich der technischen Regulierung sahen sich die Länder der Union mit ernsthaften Problemen im Bereich der Konformitätsbewertung konfrontiert“, erklärte er. „Die Tätigkeit unzuverlässiger Konformitätsbewertungsstellen wie Versuchslabors und zugelassene ausländische Hersteller hat zur Bildung eines Graumarktes für Konformitätsbewertung geführt. Infolgedessen kam es zur Lieferung beträchtlicher Mengen importierter Produkte mit ohne Sicherheitssiegel.“

Die Eurasische Wirtschaftskommission führt zusammen mit den zugelassenen Stellen der EAWU-Länder eine systematische Arbeit durch, um etwas Ordnung in diesem Bereich zu schaffen. Es finden Audits der Register von ausgestellten Konformitätsbewertungszertifikaten und Zertifizierungsstellen sowie Prüflaboratorien statt. Der EAWK-Minister betonte, dass der Konformitätsbewertungsmechanismus so reformiert werden müsse, dass ein zuverlässiger Schutz der Verbraucher in der EAWU vor unsicheren Produkten gewährleistet werde.

In diesem Zusammenhang sprach sich Wiktor Nasarenko für die Einrichtung eines wirksamen Mechanismus der staatlichen Kontrolle (Aufsicht) über die Umsetzung der verbindlichen Anforderungen an technische Vorschriften. „Die Union führt am Beispiel von sechs technischen Vorschriften ein Pilotprojekt durch. Es heißt „Aufklärung über gefährliche Produkte“. In den nächsten zwei Jahren müssen wir ein modernes Informationssystem schaffen, um unsichere Produkte zurückzuverfolgen und umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um diese Produkte vom Markt zu nehmen“, fügte er hinzu.

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