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Botschafter: Belarus will seine Präsenz auf dem turkmenischen Markt stärken

Wirtschaft 09.10.2019 | 13:32

ASCHGABAT, 9. Oktober (BelTA) – Belarus hat die Absicht, seine Präsenz auf dem turkmenischen Markt auszubauen. Das erzählte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus in Turkmenistan Wjatscheslaw Beskosty vor Journalisten.

In den 8 Monaten des Jahres 2019 erreichte der Warenverkehr zwischen Belarus und Turkmenistan ein Volumen von $15,4 Mio., davon sind 10,6 Millionen USD belarussische Exporte. „Verglichen mit dem Vorjahr beobachten wir einen Rückgang (um 27%). Dennoch schlagen wir keinen Alarm, die Ziffern sind relativ gut. Waren, die wir nach Turkmenistan ausführen, sind dort auch sehr gefragt“, sagte Beskosty.

Belarus exportiert nach Turkmenistan Arzneimittel, Lebensmittel und Äthylalkohol.

Der bilaterale Warenverkehr erreichte seine Rekordzahlen mit $319 Millionen im Jahr 2013. im Jahr 2018 lag er bei nur $32,2 Millionen. Die geschrumpften Exporte gehen laut Botschafter darauf zurück, dass nach dem Abschluss des umfassenden Projektes im Bergbau (Errichtung des Bergbau- und Aufbereitungskombinats in Garlyk) und in Zusammenhang mit gewissen Auseinandersetzungen in dieser Frage der bilaterale Warenverkehr zwischen Belarus und Turkmenistan nicht mehr aufrechterhalten werden konnte.

Die beiden Staaten arbeiten intensiv daran, den Handel auszugleichen und voranzutreiben. Aus Turkmenistan importiert Belarus zum Beispiel Baumwolle und aus Baumwolle hergestellten Produkte. Turkmenistan hat in Belarus ein eigenes Handelshaus.

„In Turkmenistan besteht eine große Nachfrage nach belarussischen Landmaschinen und Lastkraftwagen. Für eine reibungslose Lieferung belarussischer Traktoren und MAZ-Fahrzeugen und ihrer Bau- und Ersatzteile, für einen hochqualifizierten Post-Verkauf-Service hat einer der turkmenischen Betriebe ein Service- Zentrum errichtet – mit Show-Room, Ersatzteillager und Service-Angebot. Bis zu 10.000 MAZ-Fahrzeugen sind derzeit in Turkmenistan im Einsatz. Das stellt uns vor die Notwendigkeit, einen guten Service, Reparatur und ähnliches anzubieten. Wir sehen für unsere Maschinenbaubetriebe und für die gesamte Industrie viel Handlungsspielraum in Turkmenistan“, sagte der belarussische Botschafter.

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