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06 Februar 2024, 14:50

Besuch aus Südsudan: Delegation zeigt Interesse am Erfahrungsaustausch in der Pflanzenproduktion 

MINSK, 6. Februar (BelTA) – Der Südsudan ist an einer engen Zusammenarbeit mit Belarus im Bereich der Landwirtschaft interessiert. Darum ging es heute bei einem Treffen im Landwirtschaftsministerium, an dem eine Delegation aus dem Südsudan teilgenommen hat.

„Wir sind auf der Suche nach zuverlässigen Partnern, mit denen wir im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenarbeiten können. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Landwirtschaft. Wir sind uns des belarussischen Potenzials in diesem Bereich sehr bewusst“, sagte der südsudanesische Investitionsminister Dhieu Mathok Ding. „Die Böden im Südsudan sind sehr fruchtbar. Etwa 70 % unseres Territoriums können landwirtschaftlich genutzt werden, aber wir nutzen viel weniger. Wir wollen Belarus das afrikanische Potenzial zeigen, uns Ihre Vorschläge ansehen und Sie in den Südsudan einladen.“

Nach Angaben der stellvertretenden Landwirtschaftsministerin des Südsudan, Lily Albino Akol, hat das Land vor etwa 10 Jahren 1.000 Traktoren aus Belarus gekauft. „Dieser Bereich ist für uns von besonderem Interesse, da Belarus einer der führenden Hersteller von Landmaschinen ist. Wir könnten zum Beispiel ein Montagewerk für Traktoren im Südsudan bauen. Wir wollen auch Anhänge-Technik erwerben - Pflüge, Anhänger, Anbaugeräte usw.“, sagte sie.

Die stellvertretende Landwirtschaftsministerin des Südsudan fügte hinzu, dass das Land über sieben landwirtschaftliche Zonen verfügt, von denen jede für den Anbau von Pflanzen geeignet ist. Dies bietet große Chancen für Investitionen in den Anbau verschiedener Kulturpflanzen.

"Es ist auch wichtig, unsere Möglichkeiten in der Fischerei zu erwähnen. Darüber hinaus ist der Südsudan federführend in Puncto Pro-Kopf-Viehbestand. Wir können Belarus vorschlagen, hier bei uns Milchwirtschaftsbetriebe zu bauen. Darüber hinaus suchen wir nach Möglichkeiten für die Erhöhung unserer Getreideernte“, sagte Lily Albino Akol.

Der stellvertretende Minister für Finanzen und Wirtschaftsplanung des Südsudan, Agok Makur Kur, bekundete seinerseits Interesse an einem Erfahrungsaustausch im Bereich Ölgewinnung aus Nutzpflanzen. „Wir wollen die Kaffee- und Teeindustrie wiederbeleben. Eine weitere wichtige Kulturpflanze für uns ist Baumwolle, die für die Herstellung von Kleidung und Öl benötigt wird. Wir konzentrieren uns auch auf die Produktion von Gemüse - Kohl, Karotten, Tomaten - sowie von Obst - Orangen, Mangos“, betonte er.

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