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Zachary Taylor: Belarus spielt führende Rolle bei Förderung von Frauen in Unternehmen

Gesellschaft 10.10.2017 | 12:44
Zachary Taylor, stellvertretender Ständiger Repräsentant von UNDP in Belarus
Zachary Taylor, stellvertretender Ständiger Repräsentant von UNDP in Belarus

MINSK, 10. Oktober (BelTA) – Belarus spielt eine führende Rolle bei der Stärkung von Frauen in Unternehmen. Diese Meinung äußerte Zachary Taylor, stellvertretender Ständiger Repräsentant von UNDP in Belarus, in der internationalen Konferenz zum Thema „Weibliches Unternehmertum als Faktor der nachhaltigen Entwicklung“ in Minsk.

Frauen in Belarus seien gut ausgebildet und legten ein hohes gesellschaftliches Engagement an den Tag, sagte Zachary Taylor. „Unser Projekt hat es zum Ziel, Existenzgründerinnen zu fördern, indem wir den Weg in die Selbstständigkeit finanziell unterstützen. Wir stellen Frauen in Minsk und in den Regionen das Start-up-Kapital zur Verfügung, damit sie zum Beispiel private Farmen oder Zentren für Homöopathische Medizin gründen könnten. Es gibt viele Finanzierungsquellen, etwa das Lokal Developement Programm der EU (Projekte bis zu 10 Mio. Euro) oder der Fonds für soziales Unternehmertum der Russischen Föderation (finanziert Projekte in Höhe von $2 Mio.).“

„Die Frauen in Belarus können nicht zugängliche internationale Ressourcen in Anspruch nehmen, sondern müssen auch über innere Quellen aufgeklärt werden. Hauptsache, sie erhalten erschwingliche Mittel für Existenzgründungen oder Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Unsere Zielgruppe sind dabei Kleinunternehmerinnen in den Regionen“, sagte der Experte.

Er führte Beispiele für eine gelungene Förderung von Kleinunternehmerinnen. In Brest wird eine Fraueninitiative zur Herstellung von organischem Tee unterstützt, in Gomel werden traditionelle Handwerktätigkeiten und Bauernwirtschaften gefördert. Rund 100 Frauen werden zu Unternehmerinnen umgebildet. Aus russischen Mitteln werden in Belarus Gründerzentren finanziert.

Das Forum ist eine Teilveranstaltung der Wochen der nachhaltigen Entwicklung 2017, die derzeit in Minsk stattfinden. Daran beteiligen sich viele Initiativen, Staatsbeamte, Vertreter akademischer Kreise und Unternehmer. Geplant sind Diskussionen über die Förderung des Unternehmergeistes von Frauen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur konkrete Maßnahmen, sondern die Gewährleistung der ökonomischen Geschlechtergleichheit als eine wichtige Voraussetzung der nachhaltigen Entwicklung. Das letzte Ziel ist eines der 17 UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030.

Themen der Konferenz sind unter anderem staatliche Unterstützung von Frauen in Unternehmen, Förderung von Beschäftigung und Selbstbeschäftigung, Zugang zu Finanzressourcen, Inklusion von behinderten Frauen. Ihre Erfahrungen werden zum Beispiel deutsche Unternehmerinnen präsentieren.

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