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Lukaschenko: Die Erinnerung an die Chatyn-Tragödie bleibt lebendig

Präsident 22.03.2018 | 11:13

MINSK, 22. März (BelTA) – In seiner Rede zum 75. Jahrestag der Tragödie von Chatyn hat der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko die Menschen aufgerufen, die Erinnerung daran wachzuhalten. Das teilte der Pressedienst des Staatschefs mit.

„Der Große Vaterländische Krieg 1941-1945 hat dem belarussischen Volk ein schweres Erbe hinterlassen – die Erinnerung an die grausame Tragödie von Millionen Menschen. Sie waren Zeugen und Opfer von Naziverbrechen. Heute gedenken wir aller Bewohner von Chatyn, dem Dorf, das vor 75 Jahren von SS-Leuten niedergebrannt wurde“, geht aus der Ansprache hervor.

Der Staatschef erinnerte an die Ereignisse vom 22. März 1943. „Am frühen Morgen umstellte ein SS-Strafkommando das kleine Dorf Chatyn und ermordete die friedlichen Bewohner. 149 Menschen, darunter Kinder, Alte und Frauen, wurden beim lebendigen Leibe verbrannt“, sagte er.

Solche Massaker, bei denen Kinder in Anwesenheit ihrer Eltern bestialisch ermordet werden, wird Belarus nie vergessen und nie verzeihen.

Chatyn sei nur eines der vielen Dörfer, die im zweiten Weltkrieg von den Nazis vernichtet worden seien, sagte er. „Wir trauern heute nicht nur den Opfern dieser Ereignisse nach, sondern jedem dritten Menschen in Belarus, der im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam. Dieser Schmerz bleibt uns für immer und ewig in Erinnerung. Solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen niemals gerechtfertigt werden.“

Das belarussische Volk habe einen zu hohen Preis für die Freiheit bezahlen müssen. „Wir halten die Erinnerung an die grausamen Kriegsjahre wach und werden sie der nächsten Generation weitergeben. Sie müssen immun sein gegen jede militärische Aggression und gegen jede Fremdenfeindlichkeit. Unsere Kinder müssen sich dessen bewusst sein, dass nichts über ein Menschenleben geht.“

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