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Mjasnikowitsch: Belarus hat Interesse an Investitionen aus Aserbaidschan

Politik 11.10.2017 | 11:51
Ogtay Asadov und Michail Mjasnikowitsch
Ogtay Asadov und Michail Mjasnikowitsch

MINSK, 11. Oktober (BelTA) – Belarus ist sehr daran interessiert, die Kooperation mit Aserbaidschan im Bereich Investitionen zu entwickeln. Das sagte der Vorsitzende des Rates der Republik Michail Mjasnikowitsch beim Treffen mit dem Sprecher des aserbaidschanischen Parlaments (Milli Mejlis) Ogtay Asadov in Minsk.

In Belarus sind heute 58 Unternehmen mit dem aserbaidschanischen Kapital aktiv tätig. In Aserbaidschan haben rund 70 belarussische Unternehmen ihre Filialen oder Vertretungen eröffnet. „Aserbaidschan investiert in Belarus, das ist wahr. Aber das Investitionsvolumen ist nicht groß genug. Wir könnten in diesem Bereich intensiver zusammenarbeiten“, sagte Mjasnikowitsch. Er schlug Parlamentariern der beiden Länder vor, das vorhandene Kooperationspotential anzukurbeln und zu entfalten. Mit Blick auf die industrielle Kooperation bemerkte der Sprecher des belarussischen Parlaments, in diesem Bereich würden günstige Bedingungen geschaffen.

Michail Mjasnikowitsch führte am Beispiel des Automobilwerks in Gəncə an, wie die industrielle Kooperation funktioniert. In den letzten 10 Jahren hätten belarussische Unternehmen an Aserbaidschan Ersatzteile für Traktoren, Fahrzeuge und Kommunaltechnik im Wert von rund $140 Millionen geliefert. Das Automobilwerk Gəncə habe bereits 10 000 BELARUS-Traktoren und 3,8 Tsd. Lastkraftwagen hergestellt. Michail Mjasnikowitsch sagte, ein positiver Umstand sei es, dass an der Produktion der Kommunaltechnik deutsche Unternehmen beteiligt seien.

Michail Mjasnikowitsch hat dem Sprecher des aserbaidschanischen Parlaments vorgeschlagen, Drittstaatsmärkte (Iran, Türkei usw.) zu erschließen.

Die Seiten besprachen die parlamentarische Zusammenarbeit und wissenschaftlich-technisches Zusammenwirken.

Belarus und Aserbaidschan seien strategische Partner, so Mjasnikowitsch. Die beiden Staaten hätten ein großes Vertrauen aufgebaut und führten einen aktiven offenen politischen Dialog.

Der Vorsitzende des Milli Mejlis hat die bilateralen Beziehungen zwischen Belarus und Aserbaidschan positiv eingeschätzt. „Es gibt keine politischen oder ökonomischen Hindernisse, die der Kooperation von Belarus und Aserbaidschan im Wege stehen würden. Wir unterstützen immer einander“, betonte Ogtay Asadov.

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