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„Helsinki 2“ zielt auf Abbau der Konfrontation in der Region ab

Politik 12.01.2018 | 10:42
Wladimir makej. Archivfoto
Wladimir makej. Archivfoto

MINSK, 12. Januar (BelTA) – Die belarussische Initiative zum Start neuer Friedensverhandlungen, die sog. Helsinki-2-Initiative, zielt darauf ab, die Konfrontation in der Region abzubauen. Das sagte Außenminister Wladimir Makej in einem Interview mit der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

Nach seinen Angaben sei es die Absicht des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko gewesen, die Verhandlungen im Rahmen der Schlussakte von Helsinki zu „reanimieren“, einen Helsinki-2-Verhandlungsprozess zu beginnen. Damit habe er gemeinst, dass man sich von der Konfrontationsrhetorik lossagen müsse, die heute den politischen Diskurs in der Region bestimme.

Die Staaten müssten heute über Prinzipien und Ziele der Zusammenarbeit nachdenken, in erster Linie in den Bereichen Politik und militärische Kooperation, um mehr Vertrauen füreinander zu gewinnen. „Heute fehlt dieses Vertrauen allenthalben. Wir versuchen, einander zu beschuldigen und zurechtzuweisen. Damit müssen wir aufhören. Ich glaube, dass auch chinesische Politik auf demselben Prinzip gebaut ist – Abkehr von Konfrontation und Suche danach, was verbindet und vereint.“

Mit Blick auf die Umsetzung der Helsinki-2-Initiaite sagte Makej, man wolle von den Leitprinzipien der Schlussakte von 1973 nicht lossagen, ganz im Gegenteil: man plane auf ihrer Grundlage weitere Diskussionen über eine friedliche Koexistenz der Staaten in der Region, vor allem angesichts neuer Herausforderungen und Bedrohungen, auf die man angemessen reagieren solle. Belarus hoffe auf Unterstützung anderer Staaten und führe eine große Vorbereitungsarbeit durch, um diese Initiative umzusetzen.

Belarus, das im Spannungsfeld zwischen Russland und der Europäischen Union befinde, bleibe seiner multilateral ausgerichteten Friedenspolitik treu. Es wolle normale Freundschaft mit allen Seiten pflegen. Es brauche gleich nahe Beziehungen zu allen, zu Russland und EU. Belarus betrachte die beiden Parteien als strategische Partner und wichtige geopolitische Akteure.

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