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Makej: Belarus zufrieden mit dem Niveau der Zusammenarbeit mit China

Wirtschaft 12.01.2018 | 11:59

MINSK, 12. Januar (BelTA) – Belarus ist mit dem Niveau der Zusammenarbeit mit China zufrieden. Das sagte Außenminister Wladimir Makej im Interview mit der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

„Man muss immer mit etwas unzufrieden sein, um mehr zu erreichen. Aber offen gesagt sind wir mit dem Niveau unserer Beziehungen mit China sehr zufrieden. Diese Zusammenarbeit kann anderen Staaten als Vorbild dienen. Denn Belarus und China haben grundsätzlich keine Probleme und keine Missverständnisse in Bezug auf politische und ökonomische Fragen oder im Bereich der humanitären Beziehungen“, erklärte Minister.

Belarus betrachtet China als einen sehr wichtigen strategischen Partner, mit dem es seit 25 Jahren diplomatische Kontakte pflegt. In diesen Jahren haben die beiden Länder viel erreicht, davon zeugen zahlreiche Verträge und Abkommen. „Ohne das gegenseitige Verständnis über die Notwendigkeit einer engen Kooperation auf breiter Ebene wären diese Erfolge nicht möglich gewesen“, bemerkte Außenminister.

In den 25 Jahren diplomatischer Beziehungen habe sich das bilaterale Handelsvolumen fast verhundertfacht. Im Dezember 2017 habe es bei $3 Milliarden gelegen.

„Wir sind mit dem Niveau der Beziehungen zufrieden, aber das ist kein Grund zur Selbstberuhigung. Wir haben noch viele Berührungspunkte und viele Felder, wo wir mitwirken können“, zeigte sich der Minister überzeugt.

Der Industriepark Great Stone sei das größte belarussisch-chinesische Projekt, das weit über die bilaterale Kooperation zwischen Belarus und China hinauslaufe, sagte Makej mit Blick auf die industrielle Zusammenarbeit mit China. „Heute sind wir in diesem Projekt viel weit vorangeschritten“, sagte er.

Zur Zeit seien fast 25 Investoren aus China, Russland, Deutschland, Österreich und aus anderen Ländern Europas ansässige Unternehmen des Industrieparks. Alexander Lukaschenko hat einen Sondererlass unterzeichnet, mit dem ansässige Unternehmen auf Steuerpräferenzen und sonstige Vergünstigungen rechnen dürfen.

„Great Stone ist nicht nur als ein logistisches Zentrum mit Infrastrukturprojekten als Schwerpunkt gedacht. Great Stone soll viel Raum für Innovationen, Zukunfts- und Hochtechnologen bieten. Der Park ist in ganz Eurasien eine präzedenzlose Steueroase für Investoren. Wir sind im Moment sehr aktiv in Verhandlungsgesprächen mit zahlreichen Investoren, weltweit führenden Unternehmen und Regierungen“, erzählte der Minister.

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