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Belarus bietet Russland Annahme eines Fahrplans zur Regelung des Milchstreites an

Wirtschaft 13.03.2018 | 16:55
Leonid Sajaz
Leonid Sajaz

MINSK, 13. März (BelTA) – Belarus bietet Russland an, eine Road Map für die Regelung belarussischer Milchlieferungen nach Russland anzunehmen. Das sagte Landwirtschaftsminister Leonid Sajaz heute vor Journalisten.

Belarus und Russland setzten Gespräche über die Regelung von Milchlieferungen und Exporten belarussischer Milchprodukte fort, sagte Minister. Ein baldiges Treffen auf Ebene der Regierungschefs in Moskau sei bereits geplant.

„Wir haben vorgeschlagen, ein Strategiepapier zu erstellen, in dem russische und belarussische Positionen berücksichtigt werden. Ich bin überzeugt, dass mit der Annahme eines entsprechenden Fahrplans der Lieferstopp aufgehoben wird, den Russland gegenüber belarussischen Betrieben verhängt hat“, so Sajaz.

„Es gibt alle Chancen, dieses Problem am Verhandlungstisch zu diskutieren und belarussischen Produkten den Zugang auf den russischen Markt zu öffnen“, glaubt Minister.

Im März wird ein gemeinsames Kollegium der Agrarministerien von Belarus und Russland einberufen. Im Mittelpunkt werden gegenseitige Nahrungsmittellieferungen stehen.

Leonid Sajaz kommentierte die Aussagen über die Qualität belarussischer Milchprodukte: „Ich kann alle versichern, belarussische Milch und Milchprodukte enthalten keine Reste von Antibiotika. Rohstoffe, die unsere Milchbetriebe erhalten, werden von vorn herein gründlich kontrolliert. Ständige Labor-Kontrollen finden im Verlauf des gesamten Produktionsprozesses statt, bei Verarbeitung und bei Verladung“, sagte Minister.

Wie bereits berichtet hat Rosselchosnadsor ab 15. März Lieferung belarussischer Milchprodukte auf den russischen Markt verboten.

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