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Außenministerium initiiert neue Finanzierungsinstrumente für Exportunternehmen

Wirtschaft 12.07.2018 | 13:15

MINSK, 12. Juli (BelTA) – Das belarussische Außenministerium initiiert neue Finanzinstrumente für Exporteure. Das sagte der erste stellvertretende Außenminister Andrej Jewdotschenko beim Treffen von Leitern belarussischer Botschaften mit Betriebsleitern in der Belarussischen Industrie- und Handelskammer.

„Als wir unsere Ideen dem Vorstand des Ministerrates im Vorjahr vorgeschlagen haben, fanden viele von ihnen Unterstützung. Wir hoffen, dass in diesem Jahr zwei weitere Ideen zur Realität werden. Die erste betrifft eine 50-Prozent-Kostenrückerstattung für Exportunternehmen, die sich an Fachmessen und Ausstellungen im Ausland beteiligen. Zum zweiten handelt es sich ebenfalls um eine Rückerstattung der Kosten, die – bei der Erfüllung bestimmter Bedingungen – bei der Erhalt von Produktzertifikaten auf Außenmärkten anfallen“, erzählte Jewdotschenko.

Um die Auslandsexporte zu sichern, müsse man oft auf jeden Exportbetrieb einzeln eingehen und um jede einzelne Warenposition feilschen.

Nach aktuellen Angaben des Außenministeriums seien die Auslandsexporte innerhalb der letzten 5 Monate um fast 22 Prozent gestiegen. „Leider rollt im Moment eine neue Krisenwelle an. Wirtschafts- und Handelskonflikte, Sanktionen und Gegensanktionen prägen im Wesentlichen den globalen Markt“, sagte der erste Vizeminister. „Das bestätigt auch die Tatsache, dass auch belarussische Exporte mengenmäßig langsamer wachsen und Preise auf einige Produkte auf den Weltmärkten sinken. Das ist eine Situation, die nicht wir verursacht haben, dennoch wollen die Global Player in dieser von ihnen geschaffenen Krisenspirale ihren Appetit nicht stillen und handeln weiter so wie sie wollen“, fügte er hinzu. Im Hinblick darauf stünden die Auslandsdiplomaten vor einer wichtigen Aufgabe. Sie hätten die Zentrale über die konjunkturellen Veränderungen in jeweiligen Staaten umgehend in Kenntnis zu setzen und mögliche Risiken für Belarus einschätzen.

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